openHAB :: Installation

softwareinstallationIn diesem Artikel geht es um die Installation der Hausautomatisierungssoftware openHAB auf ein bereits installiertes und konfiguriertes Debian basierendes System. Zudem zeige ich, wie eine bereits installierte Instanz von openHAB einfach und bequem auf die jeweils neuste Version aktualisiert werden kann.

 

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Inhalt

 

Installation als Nutzer root

Die Installation von openHAB nehmen wir als Nutzer „root“ vor. Danach läuft openHAB im Kontext seines eigenen, nicht priviligierten Nutzers.

Aktualisieren des bestehenden Systems

Bevor wir mit der Installation starten, sollte das dafür genutzte System aktualisiert werden.
Dazu gehen wir wie folgt vor:

 

Installation der Java-Umgebung

openHAB benötigt für den Betrieb eine funktionsfähige Java-Umgebung. Daher installieren wir Java (zur Zeit Version 1.8) wie folgt:

 

Wir prüfen den Erfolg der Installation mit

Im Erfolgsfall wird uns nun mitgeteilt, dass die Version 1.8 auf unserem System vorhanden ist.

 

openHAB installieren

Seit einiger Zeit besteht die Möglichkeit, openHAB bequem über ein dazu zur Verfügung gestelltes Repository zu installieren. Unsere Paketverwaltung „apt“ kümmert sich dabei um die Installation, mögliche Abhängigkeiten zu anderen Paketen sowie die Aktualisierung der installierten Pakete. Da das openHAB-Repository digital signiert ist, müssen wir zunächst den entsprechenden gpg-Schlüssel hinzufügen. Um diesen, bzw. im späteren Verlauf auch andere Dateien, herunterladen zu können, benötigen wir das Tool „wget„:

 

Nun nutzen wir „wget„, um den gpg-Schlüssel hinzuzufügen:

 

Anschließend können wir nun das openHAB-Repository in unsere Liste der genutzten Paketquellen hinzufügen.

 

Experimentierfreudige können alternativ das „testing-Repository“ verwenden. Diese Versionen sind jedoch nicht als stabil gekennzeichnet und es können Fehler oder Abstürze auftreten.

 

Nun aktualisieren wir unsere Datenbank der verfügbaren Pakete mit

und installieren schlussendlich openHAB durch

 

openHAb selbst kann wie folgt gestartet werden:

 

Damit openHAB beim Systemstart automatisch gestartet wird, aktivieren wir das sogenannte init-Script durch:

 

Addons installieren

Addons lassen sich ebenso einfach wie openHAB selbst durch die Paketverwaltung „apt“ installieren. Dazu sind die jeweiligen Pakete immer im gleichen Schema benannt:

openhab-addon-${Addon-Typ}-${Addon-Name}

Beispielsweise möchte ich die Werte meiner Items gerne in eine RRD4J-Datenbank speichern und installiere das entsprechende RRD4J-Addon mittels:

 

Eine Liste der verfügbaren openHAB-Pakete und damit auch die der Addons erhält man mit

 

openHAB aktualisieren

Durch die Paketverwaltung ist die Aktualisierung von openHAB durch einen kleinen Einzeiler getan:

 

Grundkonfiguration

In der installierten Version von openHAB befindet sich die Beispielkonfiguration „openhab-default.cfg„. Die passen wir noch an die eigenen Bedürfnisse an und nutzen dazu einen Texteditor des persönlichen Geschmacks:

 

Dort sollte Beispielsweise die Zeile

in

geändert werden, damit Änderungen in dieser Hauptkonfigurationsdatei automatisch eingelesen und angewendet werden. Mit diesem Eintrag prüft openHAB alle 30 Sekunden, ob sich die Datei geändert hat.

 

Damit nur ausgewählten Nutzern der Zugriff auf die Weboberfläche von openHAB gewährt wird, empfiehlt sich die Änderung der Zeile

in

 

Zudem ist es dazu notwendig, die Datei „/etc/openhab/configurations/users.cfg“ mit dem folgenden Schema (pro Nutzer eine Zeile) zu befüllen:

 

Interessant ist zudem der Bereich „Mail Action configuration„. Mit einer gültigen Konfiguration in diesem Bereich ist es mit openHAB möglich, bei bestimmten Ereignissen E-Mails zu versenden.

Die Tastenkombination „STRG + X“ beendet den Editor „nano“ und fragt bei Änderungen, ob diese gespeichert werden sollen.

Des Weiteren können die verwendeten Ports von openHAB geändert werden, unter welchen die Weboberfläche erreichbar sein wird. Diese Ports sind in der folgenden Datei zu konfigurieren:

Dort kann der HTTP-Port geändert werden (Standard 8080) sowie der HTTPS-Port für gesicherte Verbindungen (Standard 8443). Dabei ist zu beachten, dass aufgrund der Ausführung als nicht priviligierter Benutzer kein Port unter 1024 genutzt werden kann.

Wer dennoch einen Port unter 1024 nutzen möchte, kann einen Reverse-Proxy einsetzen, wie es in diesem Beitrag beschrieben wird.

 

Vorbereitungen für eigene Bash-Scripte

Für viele Beiträge auf dieser Seite benötigen wir einen Ordner, in dem wir Bash-Scripte ablegen können. Dazu verwende ich in allen Beiträgen einheitlich den Pfad „/scripts„, den wir mit

erstellen und den Besitz durch

an den Benutzer „openhab“ übertragen.

 

Zudem setzen die vorgestellten Scripte einen passwortlosen SSH-Zugriff auf die entsprechenden Raspberrys voraus. Dazu befolgen wir die Schritte im Beitrag „Automatischer SSH-Login“ und beachten dort insbesondere die Besonderheiten für openHAB.

 

Weitere Konfiguration

Sollte openHAB nun fehlerfrei ausgeführt werden, folgt im nächsten Beitrag die weitere Konfiguration.