Grad zu dieser Jahreszeit ist meist das eigene Heim gefüllt mit Gästen. Um bei diesen keine Panik auszulösen, da sie zeitweise vom Internet abgeschnitten seien, will man hier gerne Zugang zum WLAN anbieten.

Damit gewährt man jedoch nicht nur den Zugriff auf das Internet, sondern auch auf sämtliche interne Netzwerkressourcen wie Dateifreigaben eigener Rechner. Außerdem gibt man so das Passwort zu seinem Funknetzwerk heraus. Bei weniger bekannten Gästen ein berechtigt unsicheres Gefühl.

Dafür bieten mittlerweile viele Accesspoints, wie beispielsweise der in der FritzBox integrierte, die Funktion eines Gäste-WLAN an. Nutzer, die sich zu diesem extra-Netzwerk verbinden, befinden sich somit in einem seperaten Netzwerk und haben keinerlei Zugriffe auf die Ressourcen des eigentlichen Heimnetzwerkes. Einzig der Zugang zum Internet wird gestattet.

In diesem Beitrag möchte ich die Einrichtung anhand der FritzBox 7270v3 zeigen, sollte jedoch analog auf andere Geräte und/oder Hersteller anwendbar sein.

Da ich persönlich die Accesspoint-Funktion der FritzBox nicht nutze sondern mit externen Accesspoints realisiere, ist aufgrund des deaktivierten WLAN auch keine Einrichtung eines Gäste-WLAN möglich. Daher ist es zuerst erforderlich, ein "Haupt-Funktnetz" einzurichten. Also vergab ich dem Pseudo-Funknetz einen Namen wie "fake.klenzel.de", beschränkte den Zugriff auf eine fiktive MAC-Adresse (hier 66:66:66:66:66:66) und ließ den Namen des Netzwerkes (SSID) nicht ausstrahlen.

 

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Die Schaltfläche "WLAN-Gerät hinzufügen" ermöglicht das Anlegen einer neuen MAC-Adresse in der Zugriffliste.

 

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Da dieses Pseudo-Funknetz zwar ausgeblendet, aber immer noch vorhanden ist, legen wir natürlich einen Netzwerkschlüssel in der vollen WPA2-Länge fest. Diesen kann man sich hier bequem generieren lassen. Einfach bei "Vorgegebene Passwörter" "WPA2" wählen und auf "Erstellen" klicken. Diesen Schlüssel nutzen wir nun zur Verschlüsselung unseres Fake-Netzwerkes.

 

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Nun können wir im entsprechenden Menüpunkt der FritzBox das WLAN für Gäste einrichten. Benötigt werden zum Einen der Name (SSID) des Funknetzwerkes sowie eine Verschlüsselung. Dort wählen wir natürlich den hier höchstmöglichen Standard WPA2 und vergeben einen Schlüssel, der zwar für Außenstehende nicht allzuleicht zu erraten sein sollte, jedoch von Gästen bequem in deren Äpfel, digitalen Notiz- sowie Netzbücher eingetippt werden kann. Der Name sollte natürlich von dem des eigentlichen WLAN des Heimnetztes (falls man eines mit zusätzlichen Accesspoints betreibt) abweichen.

 

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Nun steht den Gästen der seperierte Zugang zum Internet zur Verfügung. Um eine noch bequemere Konfiguration seitens der Android-basierenden Gastgeräte zu ermöglichen, bietet diese Seite eine Generierung von QR-Codes an. Diese müssen dann nur noch vom Gast per QR-Code-Scanner (sollte bereits zu den Standard-Apps gehören) per Kamera eingelesen werden und das Gast-WLAN wird automatisch eingerichtet.

 

 

Zur Erstellung des QR-Codes für eigene Gastfunknetzte im Bereich "Contents" den Punkt "Wifi Network" wählen, Funknetzname und Schlüssel eintragen, als Schlüsseltyp WPA2 wählen und auf "Generate" klicken. Das Bild kann nun gespeichert, gedruckt, gerahmt und in den Flur gehangen werden. Der QR-Code für unser Beispielnetz würde so aussehen:

 

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